Artà


Im Sommer ist Zeit für Sangria, Sand, Strand, gutes Abendessen auf der Terrasse, wenn die Sonneninsel der Balearen ihrem Namen alle Ehre macht. Obwohl das so auch nicht richtig ist. Die Winter auf Mallorca sind viel angenehmer als die westeuropäischer Länder. Und diese ersten Tage des Jahres 2014 begannen am frühen Morgen mit blauem Himmel und guten drei Stunden auf der Sonnenliege meiner Finca an der Ostküste. Zeit genug, vor dem Lesen einen Ausflug in die Umgebung zu machen, wozu man im Sommer einfach nicht kommt. Wegen der Hitze.

Ziel meiner Vier-Tage-Auszeit auf der größten Baleareninsel war in diesem Jahr die alte Stadt Arta. Natürlich an einem Dienstag, denn dann ist dort Wochenmarkt und ich beobachte gerne das bunte Treiben, die vielen Menschen beim Cafe con leche, den eher die Touristen trinken. Die Mallorquiner sind die typischen Cafe-solo-Konsumierer mit einem Croissant oder einem üppig belegten Baguette.

Der Besuch in Arta galt vor allem den Kirchen und der trutzigen Burg, die, so scheint es, über die Stadt immer noch wacht.  Arta „hockt“ förmlich in rund 120 Metern Höhe auf seinem Burgberg, und das seit dem Mittelalter. Ein Spaziergang durch das Städtchen geht relativ schnell, denn groß ist es nicht. Verwinkelte Gassen, ein Stück Fußgängerzone, das Theater zur rechten Seite. Aber die gotische Wehr- und Pfarrkirche namens „Transfiguracio del Senyor“, die ab dem Jahr 1248 über dreihundert Jahre lang gebaut wurde, ist für mich das schönste Gebäude der kleinen Stadt.

An der Stelle, wo heute das Gotteshaus auf sich aufmerksam macht und irgendwie diesen Teil des Städtchens beherrscht, stand früher die Moschee der Mauren, die lange Zeit die Insel beherrschten. Ich finde es wunderbar multikulturell, dass die alten Zeitzeugen heute immer  noch irgendwie präsent sind.

Ein Stück bergauf geht es hinter der Kirche hinauf zum Burghügel. Von dort kann man bis zum „Torre de Canyamel“ sehen, einer alten Festung, in der heute Spanferkel vom Grill angeboten wird, was viele Besucher aus Reiseführern wissen. Sie genießen das historische Ambiente mit einem warmen typischen Mallorca-Gericht, das auf der Insel Tradition hat.

Ein Ausflug nach Arta mit Besichtigung der Stadt dauert um die drei Stunden – inklusive des Cafe con leche. Danach, wie gesagt, war wieder genug Zeit für das mittägliche Sonnenbad.


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