Ein Trip mit dem Schlauchboot


Auf Mallorca haben wir schon so oft Urlaub gemacht, dass ich die Aufenthalte kaum noch zählen kann. Egal wo wir waren: Immer habe ich in den letzten Jahren sehnsüchtig auf die schaukelnden Boote in den schönen Yachthäfen geschaut. Warum? Ich habe seit sieben Jahren einen Bootsführerschein, bin aber noch nie aus einem Hafen geschippert. Ein richtiges Motorboot zu leihen ist auf der Sonneninsel eine kostspielige Sache. Wie gut, dass man Freund Jürgen seit Dezember ein großes Schlauchboot sein eigen nennt. Und wie gut, dass es ganz kurzfristig in diesem März noch preiswerte Flüge nach Palma gab.

Den Bootsführerschein hatte ich gleich parat im Rucksack, als wir auf Mallorca landeten. Und der erste wichtige Anruf galt Jürgen. Sein Boot liegt im Hafen von Porto Christo im Inselosten. Unser Ferienhaus hatten wir deshalb gleich in der Bucht „Cala Romantica“ gebucht, die nur ein paar Minuten mit dem Auto vom „Heiligen Hafen“ entfernt liegt.

Der Morgen des Bootstrips war sonnig, schon um die 15 Grad gegen 9 Uhr. Eine Stunde später legten wir ab. Da mir seit ein paar Jahren die Fahrpraxis fehlt, zumindest, was Boote betrifft, hielt ich mich bei der Fahrt aus den Hafentoren hinaus zurück, aber es juckte mir schon in den Fingern, selber das Ruder zu ergreifen. Kaum waren wir auf offener See, was dort schnell geht, da der Hafen nicht riesig ist, erinnerte ich mich auch wieder an die Verkehrsregeln auf offener See. Und genoss den Wind in den Haaren, das Steuer in den Händen. Und nicht zu vergessen die felsige Küstenlandschaft, die von der Seeseite aus ganz anders aussieht als mit dem Auto.

Vorteil eines Ausflugs mit dem Boot ist neben jeder Menge frischer Meeresbrise, dass man an die Strände kommt, die mit dem Auto nicht erreichbar sind – höchstens zu Fuß. Da ich nicht so der engagierte Spaziergänger bin, ist ein Trip auf dem Wasser für mich die beste Alternative. Leider war es zum Baden noch zu kühl, aber kein Problem. Ich fuhr nach fünf Tagen ganz beruhigt nach Hause, denn mein Freund Jürgen bleibt auf der Insel. In seinem Haus, mit seinem Boot im Hafen. Und in ein paar Wochen, ich denke im Mai, komme ich wieder. Und der erste Anruf gilt ihm.


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