Straussenfarm auf Mallorca


Ein Stückchen Afrika auf Mallorca? Das geht. Der größte Vogel der Welt gehört dazu. Der Strauß ist auch auf unsere Sonneninsel zu Hause: Auf der Straußenfarm „Artestruz“  in der Gemeinde Campos. Na gut, es brauchte schon viel Vorstellungsvermögen, um sich auf den afrikanischen Kontinent zu versetzen – vor allem wegen der vielen Palmen, die hier im Süden der Insel prächtig gedeihen. Trotzdem: Der Ausflug von Puerto de Andratx, wo wir eine schöne Wohnung mit Meerblick gemietet hatten, auf die Vogelranch am anderen Ende der Insel war eine interessante Sache und hat den eher bewölkten Tag für meine Kinder und mich zu einem richtigen Abenteuer gemacht.

Wer Eintritt irgendwo bezahlt, lernt meist was dazu. Das war auch hier so. Niklas und Svenja, meine beiden Zwillinge, fanden kaum ein Ende mit ihren Fragen. Wohnt der Strauß schon immer auf Mallorca? Nein, tut er nicht. Er ist aber schon immer der größte Laufvogel der Welt, der aber nicht fliegen kann. Seine Flügel dienen eher zum Halten des Gleichgewichtes und zum Schattenspenden, was auf einer Mittelmeerinsel durchaus Sinn macht. Ursprünglich war der Vogel Strauß in der Steppe Zentralasiens zu Hause, in den westlichen Mittelmeerländern sowie im östlichen Bereich Chinas um im Norden der Mongolei. Vor rund einer Million Jahre kam der Strauß nach Ägypten und wurde dort schon wirtschaftlich genutzt.

Auch auf Mallorca ist das nicht anders. Die Betreiber der Farm in Campos verarbeiten das Leder des Vogels zu schönen Taschen und bieten außerdem im Restaurant Gerichte aus dem Straußenfleisch an. Ich habe meinen Kindern das nicht näher erklärt, denn sie hatten sich schnell in die riesigen Tiere, die bis zu zweieinhalb Meter groß werden können, verliebt. Und natürlich hat ihnen die Reitstunde auf einem der Hähne noch den Rest gegeben, die Vögel kräftig ins Herz zu schließen.

Die Eierschalen übrigens sind so dekorativ, dass ich gerne eine mit in meine deutsche Heimat genommen hätte. Aber das war mir natürlich im Koffer zu gefährlich. Dafür haben wir im Restaurant am späten Nachmittag ein ordentliches Rührei gegessen. Meine beiden Kleinen denken bis heute, dass die Riesenportion, die auf den Teller kam, gut und gerne aus rund 20 Hühnereiern bestanden haben muss. Wenn sie wüssten, dass ein großes Ei reicht, wenn es denn vom richtigen Vogel kommt.


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