Esel auf Mallorca


Die Esel unserer Sonneninsel haben leicht asiatisch anmutende Augen, die mit einem weißen Rand umrahmt sind. Fast spitze dunkle Ohren, ein heller Bauch, eine helle Nase: Das sind weitere Markenzeichen der gemütlichen Tiere, die in Mallorcas Landschaft grasen und es sich gut gehen lassen. Der mallorquinische Esel hat, was sein Erscheinungsbild angeht, seit über zehn Jahren sein eigenes Zuchtbuch, mit dem seine Gene und damit sein Aussehen erhalten bleiben sollen. Und nicht zuletzt die Reinrassigkeit.

Ich lebe, seitdem ich geboren bin, auf einem Bauernhof und liebe Tiere. Deshalb sind für mich die hügeligen Landschaften Mallorcas stets ein Genuss. Meine Wanderstiefel gehen immer mit auf Reisen, wenn ich im Frühjahr auf die Insel komme. Das ist für mich die schönste Zeit, denn die Felder sind grün, überall blühen Mohn und Margeriten, die ersten Obstbäume blühen. Ich bin dann, außer mit festem Schuhwerk, auch mit der Kamera unterwegs und halte die Natur der Insel fest – ein bisschen wie einst der Erzherzog Salvador, der hier Flora und Fauna mit viel Liebe in Büchern festhielt.

Mallorcas Tiere, besonders die Esel, haben mich schon immer fasziniert. Ich wusste gar nicht, dass sie ganz früher sogar nach England und die USA exportiert wurden, um dort die beliebte Kentucky-Rasse zu züchten, die als stark und arbeitswillig gilt.

Wie so manches stand auch der Mallorca-Esel irgendwann vor dem Aussterben. Aber da die Mallorquiner traditionsbewusst sind, hüteten sie ihr tierisches Produkt – eben in Form des genetischen Zuchtbuchs. Aus gutem Grund. Esel sind anpassungsfähig – an die Landschaft, das Klima. Und sie leisten in den Gebieten mit hohem Waldaufkommen einen wichtigen Beitrag, denn sie fressen leicht brennbare Sträucher und sorgen prophylaktisch und auf ganz natürliche Weise für Schutz vor den Sommerfeuern.


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